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Re: Immo kaufen oder mieten
Autor: Martin Gerdes (2005-09-08 18:00:09)
"Patrick M. Hausen" schrieb:
>> Das bedeutet nicht dasselbe, schon deswegen nicht, weil
>> Eigenwohnerwohnraum erheblich teurer ist als Vermietwohnraum. Genau
das
>> ist doch das Geschäft der Finanzinvestoren.
>Das verstehe ich nicht. Weshalb soll ein Einfamilienhaus zum Vermieten
>günstiger zu haben sein als eines zum selbst einziehen?
Ein typischer Vermieter kauft kein Einfamilienhaus zum Vermieten, weil
das bezogen auf den Kaufpreis erheblich weniger Miete bringt als
Etagenwohnungen. Auch verteilt sich bei Etagenwohnungen das Risiko
"Mietnomade".
>> Hierzustadt kosten Bestandseigentumswohnungen um die 1200 Euro/qm; en
>> bloc gehen sie weg für 700-800 Euro/qm. Die Differenz ist in
erster
>> Näherung der Gewinn der Finanzinvestorfirma bei der
>> Mieterprivatisierung.
>Bei ETWen verstehe ich das ja noch. Ich kann ja nun schlecht das
>ganze Haus für 8 Parteien bauen, also baut jemand anders
>und verkauft die Wohnungen mit Gewinn.
Unklar ist Deiner Worte Sinn.
>Aber bei Einfamilienhäusern? Die gibts ja auch zum mieten. Und
>von dem, was mich so eine Hütte zur Miete kosten würde, kann ich
sie
>eben nicht bauen (lassen).
Mietpreise sind stark regional. Hierzustadt kann man von dem, was eine
Hütte zur Miete kostet, dieselbe bauen (lassen). Die Entscheidung, ob es
günstiger ist, zu bauen oder zu mieten, läßt sich aber nicht
sinnvoll an
dem einen Kriterium "Kostenbelastung in einem bestimmten Monat"
festmachen.
>> >Was fehlt mir hier? "Haus über die Mieteinnahmen
finanzieren" - dann
>> >liefere ich die Mieteinnahmen doch selbst und komme zu einem Haus
...
>> Sicherlich doch.
>> Eine Selbstnutzerwohnung unterscheidet sich von einem Anlageobjekt
aber
>> halt doch nicht unerheblich durch die enge Abhängigkeit der
ersteren von
>> den Lebensumständen des Bewohner-Besitzers.
>Weshalb hat diese Abhängigkeit eine Auswirkung auf den Preis des
>Objekts?
Das habe ich nicht behauptet.
--
Martin Gerdes
Autor: Konrad Wilhelm (2005-09-08 19:59:06)
On 8 Sep 2005 13:43:02 +0200, "Patrick M. Hausen"
wrote:
>Hi!
>
>Martin Gerdes wrote:
>
>> >> Man kann heute über die Mieteinahme in der Regel
problemlos ein Haus
>> >> finanzieren. Vor einigen Jahren noch ging das nicht.
>>
>> >Das bedeutet meines Erachtens dasselbe wie "man kann ohne
Eigenkapital
>> >Wohneigentum schaffen und die monatliche Belastung ist nicht
>> >höher als bei einem gleichwertigen Mietobjekt".
>>
>> Das bedeutet nicht dasselbe, schon deswegen nicht, weil
>> Eigenwohnerwohnraum erheblich teurer ist als Vermietwohnraum. Genau
das
>> ist doch das Geschäft der Finanzinvestoren.
>
>Das verstehe ich nicht. Weshalb soll ein Einfamilienhaus zum Vermieten
>günstiger zu haben sein als eines zum selbst einziehen?
>
>> Hierzustadt kosten Bestandseigentumswohnungen um die 1200 Euro/qm; en
>> bloc gehen sie weg für 700-800 Euro/qm. Die Differenz ist in
erster
>> Näherung der Gewinn der Finanzinvestorfirma bei der
>> Mieterprivatisierung.
>
>Bei ETWen verstehe ich das ja noch. Ich kann ja nun schlecht das
>ganze Haus für 8 Parteien bauen, also baut jemand anders
>und verkauft die Wohnungen mit Gewinn.
>
>Aber bei Einfamilienhäusern? Die gibts ja auch zum mieten. Und
>von dem, was mich so eine Hütte zur Miete kosten würde, kann ich
sie
>eben nicht bauen (lassen).
>
Also für mich ist zumindest nicht unverständlich, wenn
Vermiet-Objekte
preiswerter erstellt werden als welche für die Eigennutzung.
Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, was wir zum
Standard-Fertighaus von Okal noch alles dazugenommen haben was nicht
serienmäßig war: andere (teurere) Fliesen, Sanitärobjekte, ne
größere
Badewanne, die Fenster in Tropenholz statt Kunststoff und und und. Hat
ettliches gekostet.
Meine Schwiegermutter hat eine ETW beim Bauträger für 120 000 DEM
gekauft und dann noch für 20 000 DEM Sonderwünsche dazu: 4
TV-Steckjdosen statt eine in jedem Raum eine, in einem sogar 2,
einbruchssichere Tür und und. "Man baut ja nur einmal".
k.
Autor: Konrad Wilhelm (2005-09-08 19:59:06)
Autor: Konrad Wilhelm (2005-09-08 19:59:06)
On 8 Sep 2005 13:43:02 +0200, "Patrick M. Hausen"
wrote:
>Hi!
>
>Martin Gerdes wrote:
>
>> >> Man kann heute über die Mieteinahme in der Regel
problemlos ein Haus
>> >> finanzieren. Vor einigen Jahren noch ging das nicht.
>>
>> >Das bedeutet meines Erachtens dasselbe wie "man kann ohne
Eigenkapital
>> >Wohneigentum schaffen und die monatliche Belastung ist nicht
>> >höher als bei einem gleichwertigen Mietobjekt".
>>
>> Das bedeutet nicht dasselbe, schon deswegen nicht, weil
>> Eigenwohnerwohnraum erheblich teurer ist als Vermietwohnraum. Genau
das
>> ist doch das Geschäft der Finanzinvestoren.
>
>Das verstehe ich nicht. Weshalb soll ein Einfamilienhaus zum Vermieten
>günstiger zu haben sein als eines zum selbst einziehen?
>
>> Hierzustadt kosten Bestandseigentumswohnungen um die 1200 Euro/qm; en
>> bloc gehen sie weg für 700-800 Euro/qm. Die Differenz ist in
erster
>> Näherung der Gewinn der Finanzinvestorfirma bei der
>> Mieterprivatisierung.
>
>Bei ETWen verstehe ich das ja noch. Ich kann ja nun schlecht das
>ganze Haus für 8 Parteien bauen, also baut jemand anders
>und verkauft die Wohnungen mit Gewinn.
>
>Aber bei Einfamilienhäusern? Die gibts ja auch zum mieten. Und
>von dem, was mich so eine Hütte zur Miete kosten würde, kann ich
sie
>eben nicht bauen (lassen).
>
Also für mich ist zumindest nicht unverständlich, wenn
Vermiet-Objekte
preiswerter erstellt werden als welche für die Eigennutzung.
Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, was wir zum
Standard-Fertighaus von Okal noch alles dazugenommen haben was nicht
serienmäßig war: andere (teurere) Fliesen, Sanitärobjekte, ne
größere
Badewanne, die Fenster in Tropenholz statt Kunststoff und und und. Hat
ettliches gekostet.
Meine Schwiegermutter hat eine ETW beim Bauträger für 120 000 DEM
gekauft und dann noch für 20 000 DEM Sonderwünsche dazu: 4
TV-Steckjdosen statt eine in jedem Raum eine, in einem sogar 2,
einbruchssichere Tür und und. "Man baut ja nur einmal".
k.
Autor: Kathinka Wenz (2005-09-08 21:08:03)
Martin Gerdes wrote:
> Dieser Thread ist schon so lang! Von welchem Argument genau willst Du
> denn, daß ich ihm zustimme?
Och, einfach allen. Ist netter, wenn einem nicht widersprochen wird. ;-)
Gruß, Kathinka
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