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Bin ich über-altersversorgt?
Autor: "Marc Loferer" (2006-08-02 21:12:45)
Hallo beisammen!
Mich plagt zur Zeit immer die Frage, ob ich "überaltersversorgt"
bin.
Vielleicht kann man mir hier ein paar Anstösse geben.
Zur Person: ich bin 30 Jahre alt, männlich und lebe in wilder Ehe ohne
Kinder (momentan noch) in einem eigenen Haus.
Mein brutto Jahreseinkommen beträgt aktuell ca. 50kEuro.
Als Altersvorsorge habe ich eine Direktversicherung (Lebensversicherung)
welche über Gehaltsverzicht gezahlt wird (ca. 1000.- Euro pro Jahr brutto,
also ca. 500.- Euro für mich netto). Bei Erreichen des 65. Lebensjahres
beträgt das garantierte Kapital knapp 27kEuro.
Zusätzlich habe ich eine Riesterrente (Lebensversicherung) in welche ich
aktuell knapp 100.- Euro pro Monat zahle.
Und zum Schluss noch eine Pensionskasse mit 100.- Euro monatlich
(Gehaltsverzicht, also 50.-Euro netto) mit einem garantierten Kapital von
65kEuro im 65. Lebensjahr.
Alles in allem macht das monatlich einen Nettobetrag von ca. 200.- Euro aus.
Ist das angemessen, zuviel, zu wenig?
Zusätzlich spart man ja auch privat noch Geld weg, da das aber nicht
explizit fürs Alter gedacht ist, rechne ich es hier nicht mit.
Grüße,
Marc
Autor: Konrad Wilhelm (2006-08-02 21:58:11)
On Wed, 2 Aug 2006 21:12:45 +0200, "Marc Loferer"
wrote:
>Hallo beisammen!
>
>Mich plagt zur Zeit immer die Frage, ob ich
"überaltersversorgt" bin.
>Vielleicht kann man mir hier ein paar Anstösse geben.
>
>Zur Person: ich bin 30 Jahre alt, männlich und lebe in
wilder Ehe ohne
>Kinder (momentan noch) in einem eigenen Haus.
>Mein brutto Jahreseinkommen beträgt aktuell ca. 50kEuro.
>
>Als Altersvorsorge habe ich eine Direktversicherung (Lebensversicherung)
>welche über Gehaltsverzicht gezahlt wird (ca. 1000.- Euro
pro Jahr brutto,
>also ca. 500.- Euro für mich netto). Bei Erreichen des 65.
Lebensjahres
>beträgt das garantierte Kapital knapp 27kEuro.
>
>Zusätzlich habe ich eine Riesterrente (Lebensversicherung)
in welche ich
>aktuell knapp 100.- Euro pro Monat zahle.
>
>Und zum Schluss noch eine Pensionskasse mit 100.- Euro monatlich
>(Gehaltsverzicht, also 50.-Euro netto) mit einem garantierten Kapital von
>65kEuro im 65. Lebensjahr.
>
>Alles in allem macht das monatlich einen Nettobetrag von ca. 200.- Euro
aus.
>Ist das angemessen, zuviel, zu wenig?
>
>Zusätzlich spart man ja auch privat noch Geld weg, da das
aber nicht
>explizit fürs Alter gedacht ist, rechne ich es hier nicht
mit.
>
Rechne dir doch einfach mal aus, welche heutige Kaufkraft dir im Alter
von 102 Jahren zur Verfügung stehen wird.
Die Wahrscheinlichkeit, dass du dieses Alter erreichen wirst ist
relativ hoch.
Geh einfach mal von einer durchschnittlichen Inflation von 2,7 % aus,
das ist der langjährige Schnitt der letzen 55 Jahre.
Wenn du nicht nur deine eigen zukünftige Kaufkraft
berücksichtigen
willst, sondern auch die deiner Umgebung, (also: wo stehe ich
finaziell in meinem Umfeld) müsstest du auch noch die
Einkommensentwicklung berücksichtigen. Die
Angestelltengehälter sind
z. B. in den letzen 48 Jahren 5,9 % pro Jahr gestiegen,
inflationsbereinigt also um 3,2 % pro Jahr.
Exponentialrechnung kannst du ja sicher selbst.
k.
Autor: Konrad Wilhelm (2006-08-02 21:58:11)
Autor: Konrad Wilhelm (2006-08-02 21:58:11)
On Wed, 2 Aug 2006 21:12:45 +0200, "Marc Loferer"
wrote:
>Hallo beisammen!
>
>Mich plagt zur Zeit immer die Frage, ob ich
"überaltersversorgt" bin.
>Vielleicht kann man mir hier ein paar Anstösse geben.
>
>Zur Person: ich bin 30 Jahre alt, männlich und lebe in
wilder Ehe ohne
>Kinder (momentan noch) in einem eigenen Haus.
>Mein brutto Jahreseinkommen beträgt aktuell ca. 50kEuro.
>
>Als Altersvorsorge habe ich eine Direktversicherung (Lebensversicherung)
>welche über Gehaltsverzicht gezahlt wird (ca. 1000.- Euro
pro Jahr brutto,
>also ca. 500.- Euro für mich netto). Bei Erreichen des 65.
Lebensjahres
>beträgt das garantierte Kapital knapp 27kEuro.
>
>Zusätzlich habe ich eine Riesterrente (Lebensversicherung)
in welche ich
>aktuell knapp 100.- Euro pro Monat zahle.
>
>Und zum Schluss noch eine Pensionskasse mit 100.- Euro monatlich
>(Gehaltsverzicht, also 50.-Euro netto) mit einem garantierten Kapital von
>65kEuro im 65. Lebensjahr.
>
>Alles in allem macht das monatlich einen Nettobetrag von ca. 200.- Euro
aus.
>Ist das angemessen, zuviel, zu wenig?
>
>Zusätzlich spart man ja auch privat noch Geld weg, da das
aber nicht
>explizit fürs Alter gedacht ist, rechne ich es hier nicht
mit.
>
Rechne dir doch einfach mal aus, welche heutige Kaufkraft dir im Alter
von 102 Jahren zur Verfügung stehen wird.
Die Wahrscheinlichkeit, dass du dieses Alter erreichen wirst ist
relativ hoch.
Geh einfach mal von einer durchschnittlichen Inflation von 2,7 % aus,
das ist der langjährige Schnitt der letzen 55 Jahre.
Wenn du nicht nur deine eigen zukünftige Kaufkraft
berücksichtigen
willst, sondern auch die deiner Umgebung, (also: wo stehe ich
finaziell in meinem Umfeld) müsstest du auch noch die
Einkommensentwicklung berücksichtigen. Die
Angestelltengehälter sind
z. B. in den letzen 48 Jahren 5,9 % pro Jahr gestiegen,
inflationsbereinigt also um 3,2 % pro Jahr.
Exponentialrechnung kannst du ja sicher selbst.
k.
Autor: Konrad Wilhelm (2006-08-02 21:58:11)
On Wed, 2 Aug 2006 21:12:45 +0200, "Marc Loferer"
wrote:
>Hallo beisammen!
>
>Mich plagt zur Zeit immer die Frage, ob ich
"überaltersversorgt" bin.
>Vielleicht kann man mir hier ein paar Anstösse geben.
>
>Zur Person: ich bin 30 Jahre alt, männlich und lebe in
wilder Ehe ohne
>Kinder (momentan noch) in einem eigenen Haus.
>Mein brutto Jahreseinkommen beträgt aktuell ca. 50kEuro.
>
>Als Altersvorsorge habe ich eine Direktversicherung (Lebensversicherung)
>welche über Gehaltsverzicht gezahlt wird (ca. 1000.- Euro
pro Jahr brutto,
>also ca. 500.- Euro für mich netto). Bei Erreichen des 65.
Lebensjahres
>beträgt das garantierte Kapital knapp 27kEuro.
>
>Zusätzlich habe ich eine Riesterrente (Lebensversicherung)
in welche ich
>aktuell knapp 100.- Euro pro Monat zahle.
>
>Und zum Schluss noch eine Pensionskasse mit 100.- Euro monatlich
>(Gehaltsverzicht, also 50.-Euro netto) mit einem garantierten Kapital von
>65kEuro im 65. Lebensjahr.
>
>Alles in allem macht das monatlich einen Nettobetrag von ca. 200.- Euro
aus.
>Ist das angemessen, zuviel, zu wenig?
>
>Zusätzlich spart man ja auch privat noch Geld weg, da das
aber nicht
>explizit fürs Alter gedacht ist, rechne ich es hier nicht
mit.
>
Rechne dir doch einfach mal aus, welche heutige Kaufkraft dir im Alter
von 102 Jahren zur Verfügung stehen wird.
Die Wahrscheinlichkeit, dass du dieses Alter erreichen wirst ist
relativ hoch.
Geh einfach mal von einer durchschnittlichen Inflation von 2,7 % aus,
das ist der langjährige Schnitt der letzen 55 Jahre.
Wenn du nicht nur deine eigen zukünftige Kaufkraft
berücksichtigen
willst, sondern auch die deiner Umgebung, (also: wo stehe ich
finaziell in meinem Umfeld) müsstest du auch noch die
Einkommensentwicklung berücksichtigen. Die
Angestelltengehälter sind
z. B. in den letzen 48 Jahren 5,9 % pro Jahr gestiegen,
inflationsbereinigt also um 3,2 % pro Jahr.
Exponentialrechnung kannst du ja sicher selbst.
k.
Autor: macnetz@web.de (Anton Betzler) (2006-08-02 22:05:04)
Marc Loferer wrote:
> Alles in allem macht das monatlich einen Nettobetrag von ca. 200.- Euro
aus.
> Ist das angemessen, zuviel, zu wenig?
nach allgemein veröffentlichten Massstäben ist das zuwenig. Da du
wahrscheinlich auch noch in die gesetzliche Rentenversicherung zahlst,
sieht es zusammengefasst anders aus . . .
meint
Anton
Autor: Matthias Frank (2006-08-02 22:08:43)
Marc Loferer wrote:
> Bei Erreichen des 65. Lebensjahres
> beträgt das garantierte Kapital knapp 27kEuro.
Dafür kaufst du dir ein Auto und das Geld ist weg.
>
> Zusätzlich habe ich eine Riesterrente (Lebensversicherung) in welche
ich
> aktuell knapp 100.- Euro pro Monat zahle.
Wieviel Rente kommmen denn da raus?
>
> Und zum Schluss noch eine Pensionskasse mit 100.- Euro monatlich
> (Gehaltsverzicht, also 50.-Euro netto) mit einem garantierten Kapital von
> 65kEuro im 65. Lebensjahr.
NAch heutigem Wert oder zukünftigem?
Wieviel Rente kommmen denn da raus?
>
> Alles in allem macht das monatlich einen Nettobetrag von ca. 200.- Euro
aus.
> Ist das angemessen, zuviel, zu wenig?
In meinen Augen ist das auf alle Fälle nicht zuviel.
Ob es sinnvoll ist kann dir vielleicht ein unabhängiger
Finanzberater sagen.
MfG
Matthias
Autor: "Alexander Durée" (2006-08-03 01:32:17)
> Geh einfach mal von einer durchschnittlichen Inflation von 2,7 % aus,
> das ist der langjährige Schnitt der letzen 55 Jahre.
> Wenn du nicht nur deine eigen zukünftige Kaufkraft
berücksichtigen
> willst, sondern auch die deiner Umgebung, (also: wo stehe ich
> finaziell in meinem Umfeld) müsstest du auch noch die
> Einkommensentwicklung berücksichtigen. Die Angestelltengehälter
sind
> z. B. in den letzen 48 Jahren 5,9 % pro Jahr gestiegen,
> inflationsbereinigt also um 3,2 % pro Jahr.
Hallo Konrad,
Deine oben angegebenen Zahlen finde ich sehr beeindruckend. kannst Du eine
Quelle dafür angeben?
Vielen Dank im Voraus und Gruß
Alex
Autor: "Alexander Durée" (2006-08-03 01:33:38)
> Geh einfach mal von einer durchschnittlichen Inflation von 2,7 % aus,
> das ist der langjährige Schnitt der letzen 55 Jahre.
> Wenn du nicht nur deine eigen zukünftige Kaufkraft
berücksichtigen
> willst, sondern auch die deiner Umgebung, (also: wo stehe ich
> finaziell in meinem Umfeld) müsstest du auch noch die
> Einkommensentwicklung berücksichtigen. Die Angestelltengehälter
sind
> z. B. in den letzen 48 Jahren 5,9 % pro Jahr gestiegen,
> inflationsbereinigt also um 3,2 % pro Jahr.
Hallo Konrad,
Deine oben angegebenen Zahlen finde ich sehr beeindruckend. kannst Du eine
Quelle dafür angeben?
Vielen Dank im Voraus und Gruß
Alex
Autor: Guido Humberg (2006-08-03 09:12:20)
Hi,
> nach allgemein veröffentlichten Massstäben ist das zuwenig. Da
du
> wahrscheinlich auch noch in die gesetzliche Rentenversicherung zahlst,
> sieht es zusammengefasst anders aus . . .
wo finde ich denn diese allgemein veröffentlichten Maßstäbe?
Danke & Gruß,
guido
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