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Hilfe bei Baugeldentscheidung
Autor: "Udo Köstler" (2003-11-18 08:46:59)
> Erst einmal werden wir von der Baufirma eine Fertigstellungsgarantie
> und Bürgschaft fordern; zweitens hat diese Firma schon recht viele
> Häuser dieser Art gebaut und keins davon ist länger als 4 Monate
im
> Bau gewesen; drittens ist es keine Katastrophe, wenn es 2-4 Wochen
> länger dauert, dann ist die Schlussrechnung ebenfalls entsprechend
> später, da wir nach Baufortschritt zahlen. Da der Rohbau innerhalb
von
> 3 Tagen steht, ist man von dann an auch wetterunabhängig. Diese Firma
> ist relativ klein, besteht schon seit 1977 und es gibt nichts
> Schlechtes darüber zu berichten. Soweit ich weiß, wenn man die
> entsprechede Absicherung durch Bürgschaften u. Garantien hat, gibt es
> wenig zu befürchten. (Schiefgehen kann aber immer was, allerdings
will
> ich das nicht von vorherein annehmen...) Ausserdem ist das eigentlich
> nicht das Thema dieses Threads.
Das ist ja alles gut und schön. Aber in der Bauwirtschaft passiert so
einiges. Und die ganzen Garantien und Bürgschaften sind im Falle einer
Insolvenz nichts wert.
Autor: UseNet-Posting-Nospam-74308-@zocki.toppoint.de (Rainer Zocholl) (2003-11-18 20:22:00)
(Udo Köstler) 18.11.03 in /de/etc/finanz/misc:
>> Erst einmal werden wir von der Baufirma eine Fertigstellungsgarantie
>> und Bürgschaft fordern; zweitens hat diese Firma schon recht
viele
>> Häuser dieser Art gebaut und keins davon ist länger als 4
Monate im
>> Bau gewesen; drittens ist es keine Katastrophe, wenn es 2-4 Wochen
>> länger dauert, dann ist die Schlussrechnung ebenfalls
entsprechend
>> später, da wir nach Baufortschritt zahlen. Da der Rohbau
innerhalb
>> von 3 Tagen steht, ist man von dann an auch wetterunabhängig.
Diese
>> Firma ist relativ klein, besteht schon seit 1977
Vorsicht, am kritischen 25. Jahr! Viele Unetrnehmen feiern
ihr 25 stes und halten danach nocht mehr lange durch. Gerade
Unternehmen die von einem Einzelnen Unternehmer geleitet werdern
leden natürlich, wenn dieser in die Kiste springt oder krüzer
treten muss.
Auch gibt es Bauunternehmen, die von Konkurs zu Konkurs ihren
Namen nur minimal ändern...
>> und es gibt nichts
>> Schlechtes darüber zu berichten. Soweit ich weiß, wenn man
die
>> entsprechede Absicherung durch Bürgschaften u. Garantien hat,
gibt
>> es wenig zu befürchten. (Schiefgehen kann aber immer was,
allerdings
>> will ich das nicht von vorherein annehmen...) Ausserdem ist das
>> eigentlich nicht das Thema dieses Threads.
>Das ist ja alles gut und schön. Aber in der Bauwirtschaft passiert so
>einiges. Und die ganzen Garantien und Bürgschaften sind im Falle einer
>Insolvenz nichts wert.
Moment. Da war doch was mit "*Bank* bürgschaft" ?
Auch wird es doch sicherlich eime Versicherung geben die dieses
minimale Risiako absichert.
Autor: UseNet-Posting-Nospam-74308-@zocki.toppoint.de (Rainer Zocholl) (2003-11-18 20:22:00)
Autor: UseNet-Posting-Nospam-74308-@zocki.toppoint.de (Rainer Zocholl) (2003-11-18 20:22:00)
(Udo Köstler) 18.11.03 in /de/etc/finanz/misc:
>> Erst einmal werden wir von der Baufirma eine Fertigstellungsgarantie
>> und Bürgschaft fordern; zweitens hat diese Firma schon recht
viele
>> Häuser dieser Art gebaut und keins davon ist länger als 4
Monate im
>> Bau gewesen; drittens ist es keine Katastrophe, wenn es 2-4 Wochen
>> länger dauert, dann ist die Schlussrechnung ebenfalls
entsprechend
>> später, da wir nach Baufortschritt zahlen. Da der Rohbau
innerhalb
>> von 3 Tagen steht, ist man von dann an auch wetterunabhängig.
Diese
>> Firma ist relativ klein, besteht schon seit 1977
Vorsicht, am kritischen 25. Jahr! Viele Unetrnehmen feiern
ihr 25 stes und halten danach nocht mehr lange durch. Gerade
Unternehmen die von einem Einzelnen Unternehmer geleitet werdern
leden natürlich, wenn dieser in die Kiste springt oder krüzer
treten muss.
Auch gibt es Bauunternehmen, die von Konkurs zu Konkurs ihren
Namen nur minimal ändern...
>> und es gibt nichts
>> Schlechtes darüber zu berichten. Soweit ich weiß, wenn man
die
>> entsprechede Absicherung durch Bürgschaften u. Garantien hat,
gibt
>> es wenig zu befürchten. (Schiefgehen kann aber immer was,
allerdings
>> will ich das nicht von vorherein annehmen...) Ausserdem ist das
>> eigentlich nicht das Thema dieses Threads.
>Das ist ja alles gut und schön. Aber in der Bauwirtschaft passiert so
>einiges. Und die ganzen Garantien und Bürgschaften sind im Falle einer
>Insolvenz nichts wert.
Moment. Da war doch was mit "*Bank* bürgschaft" ?
Auch wird es doch sicherlich eime Versicherung geben die dieses
minimale Risiako absichert.
Autor: mozziebite@aol.com (Mozziebite) (2003-11-20 09:03:38)
> > > > [...] Eckdaten eines neuen Angebotes [...]
> > > > Hier auch gerne wieder Kommentare erwünscht.
> > > > Darlehen insgesamt 165,000, bestehend aus 98,000 (60%)
annuität.
> > > > Darlehen (nom. 4,97, effekt. 5,08 und Tilgung 3%), 10 J
fest, 651
> > > > monatl. Leistung. EHZ Vorausdarlehen 52,000, nom. 4,6,
effekt. 4,7,
> > > > 199 monatl. Leistung, 15,000 Konstantdarlehen, nom. 3,7,
effekt. 3,76,
> > > > 172 Belastung, macht monatl. 1.023 Belastung.
> > >
> > > Bis hierher habe ich verstanden, dass du mit drei getrennten
Darlehen
> > > finanzieren würdest. Eines der drei Darlehen erlaubt 5.000
Euro
> > > Sondertilgung pro Jahr. [...]
> >
> > Diese Sondertilgungen von bis zu 5 pro Jahr beziehen sich auf das
> > Annuitätendarlehen von 98. Restschuld ohne jegliche SonTi nach
10
> > Jahren ist laut Tilgungsplan 60, mit Zinskosten von rund 55.8.
> > [...]
> > > Jetzt wird es interessant: Ich lese die Stichwörter
"Guthabenzins" und
> > > "Bausparkomponenten". Es kommen also noch zwei
Bausparverträge hinzu,
> > > die sich auch nicht von selbst ansparen.
> >
> > Nein, die 2 anderen Komponenten SIND Bausparverträge. Der eine
ist ein
> > EZH-Vorausdarlehen mit Auszahlungsbetrag 52 (1,8-fach); Zins bis
> > Zuteilung 4.6 nom, 4.7 effekt., nach Zuteilung 5.0 nom, 5.67 effekt.
> > Er wird voraussichtlich 2011 zugeteilt, also ergibt sich bei einer
> > noch-nicht-Zuteilung etwa 1 Jahr Luft. Die gezahlten Zinsen für
diese
> > Komponente belaufen sich in 20 Jahren auf rund 9.
> > Der Rest wird mit einem Konstantdarlehen/Bausparvertrag über 15
> > gedeckt, bei dem der Zins 3.7 (nom) oder 3.76 (effekt.) beträgt.
> > (Vergleichszins zum Annuitätendarlefen 5.35% p.a.). Zinskosten
hier
> > rund 1.9.
>
> Etwas in der Art dachte ich mir zwar, aber so ganz verstehe ich das
> Finanzierungsmodell noch nicht. Es klingt, als bekämest du sofort bei
> Abschluss der Bausparverträge jeweils sofort ein (sehr
zinsgünstiges)
> Darlehen. Als Zwischenfinanzierung gibt es so etwas durchaus. Aber wo
> bleiben die Sparbeiträge? Ohne Einzahlung dürften die
Bausparverträge
> wohl kaum jemals zugeteilt werden...?
Ja, das sind ja die folgenden monatlichen Sparbeiträge, die oben
angeführt wurden: EHZ Vorausdarlehen 52,000, nom. 4,6, effekt. 4,7,
199 monatl. Leistung, 15,000 Konstantdarlehen, nom. 3,7, effekt. 3,76,
172 Belastung.
Mittlerweile sind wir zu unserem LBS-Mann zurückgedackelt und haben
ihm das Angebot vorgelegt. Prompt rechnet er uns ein neues aus, was
fast noch günstiger ist als das oben beschriebene, weiterhin haben wir
einen Verzicht auf die Schätzgebühr plus Verzicht auf
Bereitstellungszins rausgeholt, genau wie bei der Konkurrenz. Ich
weiss nicht so recht. Einerseits finde ich die LBS-Beratung meilenweit
besser und der Service ist klasse - andererseits lockt das o.a.
Angebot mit geringfügig besseren Konditionen sowie 8 Jahre lang
Gebäudeversicherung zum halben Preis. Allerdings ist dabei ein
Annuitätendarlehen mit nur 10 Jahren Zinsbindung im Spiel, das macht
mich noch ein wenig nervös. Und was ich noch sagen wollte: dieses
Darlehen ist bereits genehmigt worden (*g*), die andere Zusage soll
morgen kommen. Dann ist es decision time.
Autor: Dirk Kopp (2003-11-20 21:18:34)
Von mozziebite@aol.com (Mozziebite) war zu lesen:
>Mittlerweile sind wir zu unserem LBS-Mann zurückgedackelt und haben
>ihm das Angebot vorgelegt. Prompt rechnet er uns ein neues aus, was
>fast noch günstiger ist als das oben beschriebene,
>Einerseits finde ich die LBS-Beratung meilenweit
>besser und der Service ist klasse
Widerspricht sich das nicht?
Wäre die Beratung so gut, könnte der LBS-Mann doch nicht bei einem
vorliegenden besseren Angebot seins auch noch mal deutlich verbessern,
sondern er hätte dir von Anfang an sein für dich bestes Angebot
gemacht,
oder? :-)
Gruß
Dirk
Autor: Frank Kozuschnik (2003-11-21 17:41:01)
Mozziebite schrieb:
> > > > > [...] Eckdaten eines neuen Angebotes [...]
> > > > > Hier auch gerne wieder Kommentare erwünscht.
> > > > > Darlehen insgesamt 165,000, bestehend aus 98,000 (60%)
annuität.
> > > > > Darlehen (nom. 4,97, effekt. 5,08 und Tilgung 3%), 10
J fest, 651
> > > > > monatl. Leistung. EHZ Vorausdarlehen 52,000, nom. 4,6,
effekt. 4,7,
> > > > > 199 monatl. Leistung, 15,000 Konstantdarlehen, nom.
3,7, effekt. 3,76,
> > > > > 172 Belastung, macht monatl. 1.023 Belastung.
> > > [...] Restschuld ohne jegliche SonTi nach 10
> > > Jahren ist laut Tilgungsplan 60, mit Zinskosten von rund 55.8.
> > > [...]
> > > > Jetzt wird es interessant: Ich lese die Stichwörter
"Guthabenzins" und
> > > > "Bausparkomponenten". Es kommen also noch zwei
Bausparverträge hinzu,
> > > > die sich auch nicht von selbst ansparen.
> > >
> > > Nein, die 2 anderen Komponenten SIND Bausparverträge.
> [...] EHZ Vorausdarlehen 52,000, nom. 4,6, effekt. 4,7,
> 199 monatl. Leistung,
> 15,000 Konstantdarlehen, nom. 3,7, effekt. 3,76, 172 Belastung.
Das stand ja weiter oben schon. Ich kann nur vermuten:
Für das "EHZ Vorausdarlehen" zahlst du monatlich 199 Euro allein
an
Darlehenszinsen. Tilgen oder ansparen kannst du nur mit zusätzlichen
Einzahlungen.
Wenn du hier z.B. die Eigenheimzulage in einen Bausparvertrag über
52.000 Euro enzahlst, könnte er nach 8-10 Jahren zuteilungsreif sein.
Das Vorausdarlehen würdest du dann mit dem Bauspardarlehen ablösen.
Das Bauspardarlehen wäre nach weiteren zehn Jahren mit 250 bis 300
Euro Monatsrate abbezahlt.
Bei all dem sind die "Zinskosten", die du gern als Maßstab
benutzt,
weitaus höher als 9.000 Euro. Ist hier vielleicht irgendetwas in die
55.800 Euro des Annuitätendarlehens gewandert?
> Mittlerweile sind wir zu unserem LBS-Mann zurückgedackelt und haben
> ihm das Angebot vorgelegt. Prompt rechnet er uns ein neues aus, was
> fast noch günstiger ist als das oben beschriebene, weiterhin haben
wir
> einen Verzicht auf die Schätzgebühr plus Verzicht auf
> Bereitstellungszins rausgeholt, genau wie bei der Konkurrenz. Ich
> weiss nicht so recht. Einerseits finde ich die LBS-Beratung meilenweit
> besser und der Service ist klasse - andererseits lockt das o.a.
> Angebot mit geringfügig besseren Konditionen sowie 8 Jahre lang
> Gebäudeversicherung zum halben Preis. Allerdings ist dabei ein
> Annuitätendarlehen mit nur 10 Jahren Zinsbindung im Spiel, das macht
> mich noch ein wenig nervös. Und was ich noch sagen wollte: dieses
> Darlehen ist bereits genehmigt worden (*g*), die andere Zusage soll
> morgen kommen. Dann ist es decision time.
Du bist jetzt so weit, dass du verschiedene Teilaspekte der Angebote
isoliert betrachtest (Zinsbindung, günstige Gebäudeversicherung...)
und um weiche Faktoren ergänzt ("Service ist klasse"). Du
wägst die
einzelnen Vor- und Nachteile zwar gegeneinander ab. Welches Angebot
unterm Strich das bessere ist, weißt du damit aber nicht.
Es gibt auf dem Markt durchaus Alternativen, die eine etwas leichter
überschaubare Struktur haben und sich deshalb auch besser vergleichen
lassen. Was spricht denn gegen ein simples Annuitätendarlehen?
Mehrere Leute haben dich dazu bereits auf Vergleichslisten im Internet
hingewiesen. Und dass ein kompliziertes Finanzierungsmodell, das du
nicht völlig durchschaust, im Zweifelsfall nicht günstiger sein wird,
sollte dir eigentlich auch klar sein.
Du ziehst trotzdem zwei typische "Berater"-Modelle in die engere
Wahl,
deren effektive Konditionen kaum überschaubar sind. Beide Modelle
haben mehrere Einzelbestandteile und beinhalten jeweils mindestens
einen Bauspar-Anteil.
Das erleichtert es dem jeweiligen Berater, dir jeweils die Vorzüge
seines Angebots aufzuzeigen - sogar mit scheinbar harten Zahlen. Dir
dagegen erschwert es den direkten und nachvollziehbaren Vergleich.
Autor: mozziebite@aol.com (Mozziebite) (2003-11-24 01:04:40)
>
> Für das "EHZ Vorausdarlehen" zahlst du monatlich 199 Euro
allein an
> Darlehenszinsen. Tilgen oder ansparen kannst du nur mit zusätzlichen
> Einzahlungen.
Ja, das ist soweit richtig. Bis zur Zuteilung in 9 Jahren sind erst
einmal nur Zinsen zu zahlen. Die Tilgungszahlungen bzw. Zinsen nach
der Zuteilung sind bereits fest (8 Jahre bis Ende).
> Wenn du hier z.B. die Eigenheimzulage in einen Bausparvertrag über
> 52.000 Euro enzahlst, könnte er nach 8-10 Jahren zuteilungsreif sein.
> Das Vorausdarlehen würdest du dann mit dem Bauspardarlehen
ablösen.
> Das Bauspardarlehen wäre nach weiteren zehn Jahren mit 250 bis 300
> Euro Monatsrate abbezahlt.
>
> Bei all dem sind die "Zinskosten", die du gern als Maßstab
benutzt,
Was sollte man denn sonst als Maßstab benutzen, wenn nicht den
Zinsaufwand?
>
> Du bist jetzt so weit, dass du verschiedene Teilaspekte der Angebote
> isoliert betrachtest (Zinsbindung, günstige
Gebäudeversicherung...)
> und um weiche Faktoren ergänzt ("Service ist klasse"). Du
wägst die
> einzelnen Vor- und Nachteile zwar gegeneinander ab. Welches Angebot
> unterm Strich das bessere ist, weißt du damit aber nicht.
Also, erst einmal: Ich bin nicht so blauäugig, als dass ich meine
Entscheidung endgültig von solchen Dingen wie Gebäudeversicherung zum
halben Preis ernsthaft abhängig machen würde (tut mir leid, wenn der
Eindruck enstanden ist). Das sind im Ernstfall vielleicht gerade mal
800-1000 Euro Ersparnis und es ist noch nicht einmal gesagt, dass
dieser Versicherer in diesem Bereich der günstigste ist. Die weichen
Faktoren, die hier m.E. etwas abfällig betrachtet werden, sind für
uns
als relative Laien wichtig - wenn der Service kacke ist - bei
Rückfragen keine gezielte, prompte, umfassende Antwort, bzw.
schwieriges Erreichen etc. - dann brauche ich auch diese Bank nicht
mit meinen Geldangelegenheiten betrauen. Das ist bei der Baufi nicht
anders als wia im richtign Lebn. Bei der LBS hat man uns im Vergleich
den Gesamtaufwand BEIDER Angebote präzise errechnet, ich hab höllisch
aufgepasst und es wurden bei beiden Modellen die gleiche Kalkulation
angewendet, also ist das wirklich letztendlich m.E. einer der wenigen
Vergleichsmöglichkeiten, die uns gegeben sind!
>
> Es gibt auf dem Markt durchaus Alternativen, die eine etwas leichter
> überschaubare Struktur haben und sich deshalb auch besser vergleichen
> lassen. Was spricht denn gegen ein simples Annuitätendarlehen?
Ich hatte hier schon mehrfach erwähnt, dass wir beide selbständig
sind
und daher die größtmögliche Flexibilität brauchen. Es gibt
nur wenige
Banken, die bereit sind, OHNE Zinsaufschlag das Recht auf
Sonderzahlungen in einer einigermaßen anständigen Höhe zu
gewähren;
wir haben im LBS-Modell die Möglichkeit, kräftig in die
Bausparkomponente einzuzahlen, und können realistischerweise das
Darlehen der Sparkasse nach 7 Jahren statt nach 10 Jahren ablösen,
ohne Vorfälligkeitsstrafe (was zu erheblichen Zinseinsparungen führen
wird). Im Kleingedruckten eines ganz anderen Angebots fand ich
versteckt den Hinweis, dass die Einzahlung von zusätzlichen Geldern
KEINE vorzeitige Zuteilung eines Bausparvertrags erwirken kann. Das
ist gerade das, womit wir nichts zu tun haben wollen.
> > Mehrere Leute haben dich dazu bereits auf Vergleichslisten im
Internet
> hingewiesen. Und dass ein kompliziertes Finanzierungsmodell, das du
> nicht völlig durchschaust, im Zweifelsfall nicht günstiger sein
wird,
> sollte dir eigentlich auch klar sein.
Ich durchschaue das durchaus, vielleicht kann ich das nur nicht so gut
in Worten ausdrücken, daher erscheint das alles etwas konfus. Ich gebe
zu, die Modelle sind jeweils komplexer als ein einfaches
Annuitätendarlehen, wer hat allerdings behauptet, dass einfach immer
gut wäre? Ich wollte gezielt KEIN Angebot im Internet suchen, da ich
dafür nicht erfahren genug bin, um die richtige Entscheidung ohne gute
Beratung zu treffen.
>
> Du ziehst trotzdem zwei typische "Berater"-Modelle in die engere
Wahl,
>
beratermodelle? Ja sag einmal, alles was ein Berater einem anbietet,
ist doch ein Beratermodell! Tut mir leid, aber wie ich bereits sagte
kommt es für uns nicht in Frage, uns ein eigenes Modell per Internet
zu stricken.
deren effektive Konditionen kaum überschaubar sind. Beide Modelle
> haben mehrere Einzelbestandteile und beinhalten jeweils mindestens
> einen Bauspar-Anteil.
Das ist richtig; allerdings sind bei allen Komponenten die effektiven
Konditionen klar aufgezeichnet.
> Das erleichtert es dem jeweiligen Berater, dir jeweils die Vorzüge
> seines Angebots aufzuzeigen - sogar mit scheinbar harten Zahlen.
Ich habe harte Zahlen, zumindest im Falle der LBS, wo der Berater uns
den Gesamtzins ausgerechnet hat. Scheinbar hart sind im Übrigen die
Zahlen immer, bis zum endgültigen Angebot.
Dir
> dagegen erschwert es den direkten und nachvollziehbaren Vergleich.
Daher ja auch die vielen Postings. Ich werde jetzt aber damit
aufhören, hier nach Rechtfertigung meiner eigenen Entscheidung zu
suchen. Ich habe irgendwie nur harte Kritik erfahren nach dem Motto
Das geht irgendwie noch besser - tut mir leid, das ist zu vage. Ein
komplexeres Modell ist nicht per se schlecht, und ohne eine
fundiertere Kritik als das kann ich und will ich das nicht einsehen.
Berater sind nicht immer und überall schlecht - letzten Endes ist es
ihr Job, die Produkte ihres Arbeitgebers zu vertreiben und nicht die
eines anderen. Wir, die Kunden, andererseits, müssen soweit sein, dass
wir gezielt und kritisch hinterfragen, was uns da geboten wird. Mein
Mann und ich sind auf Grund unserer beruflichen Situation nicht in der
Lage, mit kaum abwägbaren Zinsrisiken nach der Zinsbindungsfrist zu
arbeiten - das hatte ich ganz am Anfang bereits erwähnt. Diese Modelle
geben uns Zinssicherheit bzw. weitgehende Risikofreiheit, und wenn
wir noch weiter herumdrucksen und nach einem Zehntel Prozent besseren
Konditionen suchen, geht uns der Vorteil auch noch flöten, denn
momentan steigen die Zinsen wieder ziemlich schnell. So werden wir
heute eine Entscheidung treffen, und gut ist. Trotzdem danke für die
vielen Beiträge, von denen viele sehr hilfreich waren.
Autor: Martin Gerdes (2003-11-24 19:15:24)
mozziebite@aol.com (Mozziebite) schrieb:
>> Für das "EHZ Vorausdarlehen" zahlst du monatlich 199
Euro allein an
>> Darlehenszinsen. Tilgen oder ansparen kannst du nur mit
zusätzlichen
>> Einzahlungen.
>
>Ja, das ist soweit richtig. Bis zur Zuteilung in 9 Jahren sind erst
>einmal nur Zinsen zu zahlen. Die Tilgungszahlungen bzw. Zinsen nach
>der Zuteilung sind bereits fest (8 Jahre bis Ende).
>
>> Wenn du hier z.B. die Eigenheimzulage in einen Bausparvertrag
über
>> 52.000 Euro enzahlst,
>> Bei all dem sind die "Zinskosten", die du gern als
Maßstab benutzt,
>Was sollte man denn sonst als Maßstab benutzen, wenn nicht den
>Zinsaufwand?
Dessen Barwert?
Und noch so das eine oder andere. Flexibilität beispielsweise ist was
wert, was man so einfach nicht in Geldeswert fassen kann.
>Bei der LBS hat man uns im Vergleich den Gesamtaufwand BEIDER Angebote
>präzise errechnet, ich hab höllisch aufgepasst
... und den Knackpunkt erkannt/nicht erkannt?
>und es wurden bei beiden Modellen die gleiche Kalkulation angewendet,
Gleiche Zahlungsflüsse?
>Ich hatte hier schon mehrfach erwähnt, dass wir beide selbständig
sind
>und daher die größtmögliche Flexibilität brauchen. Es
gibt nur wenige
>Banken, die bereit sind, OHNE Zinsaufschlag das Recht auf
>Sonderzahlungen in einer einigermaßen anständigen Höhe zu
gewähren;
>wir haben im LBS-Modell die Möglichkeit, kräftig in die
>Bausparkomponente einzuzahlen,
Es macht ja auch einen Unterschied, ob man jemandem beliebig viel Geld
unter Marktzins gibt oder ob man ein Darlehen vorzeitig ablöst.
>und können realistischerweise das Darlehen der Sparkasse nach 7 Jahren
>statt nach 10 Jahren ablösen, ohne Vorfälligkeitsstrafe (was zu
>erheblichen Zinseinsparungen führen wird).
Nicht erkannt.
Google mal nach "Barwert".
>> Das erleichtert es dem jeweiligen Berater, dir jeweils die
Vorzüge
>> seines Angebots aufzuzeigen - sogar mit scheinbar harten Zahlen.
>Ich habe harte Zahlen, zumindest im Falle der LBS, wo der Berater uns
>den Gesamtzins ausgerechnet hat. Scheinbar hart sind im Übrigen die
>Zahlen immer, bis zum endgültigen Angebot.
Nein. Auch Deine Zahlen sind scheinbar hart. Du hast den eigentlichen
Knackpunkt des Modells ja nicht erkannt. Du ahnst ja nicht, wo und
wodurch man Dich über den Tisch zieht.
>So werden wir heute eine Entscheidung treffen, und gut ist.
Prima.
--
Martin Gerdes
Autor: benedikth@gmx.net (Benedikt Hotze) (2003-11-25 10:07:56)
Mozziebite wrote:
> > Bei all dem sind die "Zinskosten", die du gern als
Maßstab benutzt,
>
> Was sollte man denn sonst als Maßstab benutzen, wenn nicht den
> Zinsaufwand?
Weil man Zahlungen, die in der Zukunft liegen, nicht mit Zahlungen von
heute "vergleichen" kann (Stichwort: Barwert).
> > Du ziehst trotzdem zwei typische "Berater"-Modelle in die
engere Wahl,
> >
> beratermodelle? Ja sag einmal, alles was ein Berater einem anbietet,
> ist doch ein Beratermodell!
Gemeeint hatte dein Vorredner, dass es typische Beratermodelle seien,
und er hatte auch erläutert, was daran typisch ist: 1. undurschaubare
Konstruktionen, die Laien täuschen, je nach dem, wie sie vorgerechnet
werden, und 2. dass immer irgendwelche Bausparverträge enthalten sind.
Das führt zum 3. Punkt: Sie bringen dem Berater mehr Provision (die du
bezahlst)!
Es gibt auf dem Finanzmarkt genau zwei Produkte, die enorme Provisionen
für den "Berater" (Verkäufer) bringen:
Kapitallebensversicherungen und
Bausparverträge. Und jetzt darfst du darüber nachdenken, warum das so
ist. Hint: Wohl eher nicht, weil die genannten Produkte im Normalfalle
besonders vorteilhaft für den Kunden wären...
> Tut mir leid, aber wie ich bereits sagte kommt es für uns nicht in
Frage,
> uns ein eigenes Modell per Internet zu stricken.
Du brauchst kein "Modell per Internet" zu stricken, du brauchst nur
an
die 10 tagesbesten Anbieter bei Baugeld-vergleich.de ein
aussagekräftiges Exposé über euch und euer Projekt zu schicken
und einen
Antrag auf einen Annuitätenkredit zu stellen. Du erhälst innerhalb
von
wenigen Tagen Antwort, und dann kannst du ja weitersehen. Um die
angestrebte Flexibilität zu sichern, könntest du die Darlehenssummem
in
mehrere, verschieden lang laufende Kredite aufsplitten, dann kannst du
gänzlich gebührenfrei "sondertilgen". Und nach 10 Jahren
hast du sowieso
eine einseitige Kündigungsmöglichkeit nach BGB, auch wenn die
Zinsbindung länger läuft.
Für einen erfolgreich vermittelten Annuitätenkredit bekommen diese
Internet-Makler übrigens nur ca. 500 Euro Provision, das ist ein
knallhartes Geschäft mit viel Konkurrenz - zu deinem Vorteil. Ich
verstehe nicht, warum du den nicht nutzen willst und dein Geld statt
dessen für die Provisionen von Bausparkassen-Heinis zum Fenster
hinauswerfen willst.
> Ich werde jetzt aber damit aufhören, hier nach Rechtfertigung meiner
> eigenen Entscheidung zu suchen. Ich habe irgendwie nur harte Kritik
> erfahren nach dem Motto Das geht irgendwie noch besser - tut mir leid,
> das ist zu vage.
Na und? Bezahlst du uns? Oder woher kommt diese Anspruchshaltung?
Im übrigen gilt Kathinkas Merksatz: "Im Usenet fragen heißt
nicht, die
Antwort zu bekommen, die man gern hören möchte".
Wenn du das beherzigen würdest, was dir hier dargelegt wurde,
könntest
du sehr, sehr viel Geld sparen.
Benedikt
--
Diese Leute sind Spinner. Sie machen nichts wirklich Neues, und sie
haben keine Ahnung von dem, was sie tun. Ihre Ansprüche sind ziemlich
niedrig, und es ist nicht einmal sicher, ob sie selbst die eingelöst
haben. John Wharton, Intel, 1981 über Microsoft
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