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PKV - Prämiensteigerung um 38%


Autor: Horst Westenkirchner (2003-11-30 16:24:15)

Hallo alle miteinander,

ich bin bei der CENTRAL KV vollversichert. Letzte Woche ist mir der
übliche Nachtrag zum Versicherungsschein mit einer Prämienerhöhung für
2004 zugestellt worden.

Ich bin fast vom Stuhl gekippt, als ich die neue Prämie mit der
aktuellen verglichen habe. Ab 1.1.2004 soll ich über 90 EUR monatlich
mehr zahlen - die prozentuale Steigerung liegt bei knapp 38% !!!

Gibt es Möglichkeiten, sich gegen solche Steigerungen zu wehren? Hat
jemand ähnliche Erlebnisse der dritten Art?

Viele Grüße
Horst

Autor: "Christian Koch" (2003-11-30 17:02:46)

Horst Westenkirchner schrieb:
> Ich bin fast vom Stuhl gekippt, als ich die neue Prämie mit der
> aktuellen verglichen habe. Ab 1.1.2004 soll ich über 90 EUR monatlich
> mehr zahlen - die prozentuale Steigerung liegt bei knapp 38% !!!
>
> Gibt es Möglichkeiten, sich gegen solche Steigerungen zu wehren?

Vertrag kündigen ;-)

> Hat jemand ähnliche Erlebnisse der dritten Art?

In <news:z-netz.forum.versicherung> häufen sich z.Z. derartige Berichte
über Beitragserhöhungen. Auch unter <http://www.bdv.info/Fallbeispiele/>;
findet man derartige Beispiele aus früheren Jahren, die der von Dir o.g.
Größenordnung entsprechen.

Die Gründe für die Beitragserhöhungen werden u.a. hier aufgezeigt:

"Fehlspekulationen an den Aktienmärkten bringen die privaten
Krankenversicherer in Bedrängnis. Die Versicherten müssen sich auf
drastische Beitragssteigerungen einstellen."
<http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,272230,00.html>;

"Die Aktienbaisse der vergangenen Jahre kommt privat
Krankenversicherte teuer zu stehen. Die Ratingagentur Fitch rechnet
mit deutlich steigenden Beiträgen - auch Insolvenzen sind nicht mehr
auszuschließen, da es die Krankenversicherer noch schlimmer erwischt
hat als die Lebensversicherer."
<http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,272591,00.html>;

"In kaum gekannter Einmütigkeit haben gleich mehrere Rating-Agenturen
und Experten ein tiefes Loch im Finanz-Säckel von 30 bis 50 Prozent
der PKV-Unternehmen ausgemacht. [...] Nach Berechnungen der
Assekurata verloren die PKV-Unternehmen in den vergangenen zwei
Jahren insgesamt 7 Milliarden Euro an den Kapital-Märkten."
<http://www.vjournal.de/mehr fs.asp?Nummerg03>

Gleich sechs der rund 50 Privaten Krankenversicherungs-Unternehmen
sollen von der Pleite bedroht sein. Das melden die
Nachrichten-Agenturen. Die Rating-Agentur Fitch (London) meint, dass
diese sechs im Jahr 2002 ein negatives Eigenkapital hätten ausweisen
müssen. Vor allem an den Börsen sind Milliarden verzockt worden. Die
angeblichen Kapitalanlage-"Experten" vieler Krankenversicherer haben
im Börsen-Fieberwahn der 90er Jahre die Grundregeln der seriösen
Kapitalanlage mißachtet. Die staatliche Aufsichts-Behörde hüllt sich
in Schweigen. Sie hatte schon bei der Pleite der Mannheimer
Lebensversicherung ihre Unfähigkeit bewiesen. Die Folge: Die Privat
Krankenversicherten werden demnächst kräftig zur Kasse gebeten."
<http://verbraucherschutz.wtal.de/>;

Christian.

Autor: "Christian Koch" (2003-11-30 17:02:46)


Autor: "Christian Koch" (2003-11-30 17:02:46)

Horst Westenkirchner schrieb:
> Ich bin fast vom Stuhl gekippt, als ich die neue Prämie mit der
> aktuellen verglichen habe. Ab 1.1.2004 soll ich über 90 EUR monatlich
> mehr zahlen - die prozentuale Steigerung liegt bei knapp 38% !!!
>
> Gibt es Möglichkeiten, sich gegen solche Steigerungen zu wehren?

Vertrag kündigen ;-)

> Hat jemand ähnliche Erlebnisse der dritten Art?

In <news:z-netz.forum.versicherung> häufen sich z.Z. derartige Berichte
über Beitragserhöhungen. Auch unter <http://www.bdv.info/Fallbeispiele/>;
findet man derartige Beispiele aus früheren Jahren, die der von Dir o.g.
Größenordnung entsprechen.

Die Gründe für die Beitragserhöhungen werden u.a. hier aufgezeigt:

"Fehlspekulationen an den Aktienmärkten bringen die privaten
Krankenversicherer in Bedrängnis. Die Versicherten müssen sich auf
drastische Beitragssteigerungen einstellen."
<http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,272230,00.html>;

"Die Aktienbaisse der vergangenen Jahre kommt privat
Krankenversicherte teuer zu stehen. Die Ratingagentur Fitch rechnet
mit deutlich steigenden Beiträgen - auch Insolvenzen sind nicht mehr
auszuschließen, da es die Krankenversicherer noch schlimmer erwischt
hat als die Lebensversicherer."
<http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,272591,00.html>;

"In kaum gekannter Einmütigkeit haben gleich mehrere Rating-Agenturen
und Experten ein tiefes Loch im Finanz-Säckel von 30 bis 50 Prozent
der PKV-Unternehmen ausgemacht. [...] Nach Berechnungen der
Assekurata verloren die PKV-Unternehmen in den vergangenen zwei
Jahren insgesamt 7 Milliarden Euro an den Kapital-Märkten."
<http://www.vjournal.de/mehr fs.asp?Nummerg03>

Gleich sechs der rund 50 Privaten Krankenversicherungs-Unternehmen
sollen von der Pleite bedroht sein. Das melden die
Nachrichten-Agenturen. Die Rating-Agentur Fitch (London) meint, dass
diese sechs im Jahr 2002 ein negatives Eigenkapital hätten ausweisen
müssen. Vor allem an den Börsen sind Milliarden verzockt worden. Die
angeblichen Kapitalanlage-"Experten" vieler Krankenversicherer haben
im Börsen-Fieberwahn der 90er Jahre die Grundregeln der seriösen
Kapitalanlage mißachtet. Die staatliche Aufsichts-Behörde hüllt sich
in Schweigen. Sie hatte schon bei der Pleite der Mannheimer
Lebensversicherung ihre Unfähigkeit bewiesen. Die Folge: Die Privat
Krankenversicherten werden demnächst kräftig zur Kasse gebeten."
<http://verbraucherschutz.wtal.de/>;

Christian.

Autor: "Lars Arend" (2003-11-30 17:54:34)

Hallo Christian,

Wenn die von Dir genannten Spekulationsverluste das Problem wären, müßte das
aber durch die Bank alle Tarife betreffen, oder nicht ?

Bei der Central ist es aber vor allem der Tarif EKN 250, der so viel teurer
geworden ist.

Der EKN 0 (0 Euro Eigenbeteiligung) ist fast gleich geblieben (und jetzt
kaum teurer als der EKN250) und auch die Beihilfe/Beamtentarife haben sich
kaum geändert.

Ciao,

Lars

Autor: Gregor Czempik (2003-11-30 18:49:47)

bei mir (hallesche nationale) sind es "lediglich" 27% :-(
die s*cke!
--
mfg [X] <-- nail here for new monitor
gregor czempik

Autor: geos@epost.de (Georg Schwarz) (2003-12-01 00:34:21)

Horst Westenkirchner wrote:

> Ich bin fast vom Stuhl gekippt, als ich die neue Prämie mit der
> aktuellen verglichen habe. Ab 1.1.2004 soll ich über 90 EUR monatlich
> mehr zahlen - die prozentuale Steigerung liegt bei knapp 38% !!!
>
> Gibt es Möglichkeiten, sich gegen solche Steigerungen zu wehren? Hat

Kündigung und Wechsel zu einer anderen Gesellschaft? Geht vermutlich
allerdings sinnvollerweise allenfalls in jungen Jahren.

> jemand ähnliche Erlebnisse der dritten Art?

Ich habe von Versicherten der Signal Iduna gehört, daß ihre PKV ab
Januar um ca. 15% teurer wird.


--
Georg Schwarz http://home.pages.de/~schwarz/
geos@epost.de +49 177 8811442

Autor: geos@epost.de (Georg Schwarz) (2003-12-01 00:34:22)

Christian Koch wrote:

> Gleich sechs der rund 50 Privaten Krankenversicherungs-Unternehmen
> sollen von der Pleite bedroht sein.

welche denn?

--
Georg Schwarz http://home.pages.de/~schwarz/
geos@epost.de +49 177 8811442

Autor: Stephan Bumberger (2003-12-01 00:55:21)

Georg Schwarz:

>Horst Westenkirchner wrote:
>
>>Ich bin fast vom Stuhl gekippt, als ich die neue Prämie mit der
>>aktuellen verglichen habe. Ab 1.1.2004 soll ich über 90 EUR monatlich
>>mehr zahlen - die prozentuale Steigerung liegt bei knapp 38% !!!
>>
>>Gibt es Möglichkeiten, sich gegen solche Steigerungen zu wehren? Hat
>
>Kündigung und Wechsel zu einer anderen Gesellschaft? Geht vermutlich
>allerdings sinnvollerweise allenfalls in jungen Jahren.

Abwarten. Im Gesundheitsministerium plant man, ein Gesetz einzuführen, dass
den Kunden die Mitnahme der Altersrückstellungen zu einer anderen
Gesellschaft ermöglicht. Wenn das so Gesetz werden würde, dann könnte
bereits im nächsten Jahr das große Wandern innerhalb der PKV beginnen. Denn
dann könnte man auch in höherem Alter sinnvoll wechseln.

Gruß

Stephan
--
...

Autor: "Skyes" (2003-12-01 01:11:42)

"Stephan Bumberger" wrote in message
news:pf3tvllw3i01.dlg@news.bumberger.de...
> Georg Schwarz:
>
> Abwarten. Im Gesundheitsministerium plant man, ein Gesetz einzuführen,
dass
> den Kunden die Mitnahme der Altersrückstellungen zu einer anderen
> Gesellschaft ermöglicht. Wenn das so Gesetz werden würde, dann könnte
> bereits im nächsten Jahr das große Wandern innerhalb der PKV beginnen.
Denn
> dann könnte man auch in höherem Alter sinnvoll wechseln.
>
Na, dann würde mal was Sinnvolles beschlossen werden :-)

Hoffen wirs!

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